Hydrogen Incidents, US Regulatory Rollback, and R. Stahl's Restructuring

Februar 2026

Wasserstoffvorfälle, Rollback der US-Regulierung und Umstrukturierung von R. Stahl

Tödliche Wasserstoff-LKW-Explosion in Kalifornien

Am 24. Februar explodierte in Colton, San Bernardino County, ein Wasserstofftransporter, wobei eine Person getötet und eine weitere verletzt wurde. Die Feuerwehr von Colton reagierte auf die Explosion, die Trümmer über ein weites Gebiet verteilte und eine große Gefahrgutreaktion auslöste.

Zwischenfälle im Bereich Wasserstofftransport und -speicherung geraten zunehmend in die Schlagzeilen, da die Wasserstoffwirtschaft wächst. Die Physik ist unerbittlich: Gasgruppe IIC, minimale Zündenergie von 0,017 mJ und eine Explosionsreichweite von 4-77 Vol.-%. Transportfahrzeuge, die komprimierten oder verflüssigten Wasserstoff befördern, bergen Risiken, die sich von denen herkömmlicher Kohlenwasserstoff-Kraftstoffe unterscheiden, und das Notfallkonzept wird noch geschrieben.

Quelle: KTLA, 24. Februar 2026

Die Trump-Administration geht zu Vorschriften zur Sicherheit von Darmchemikalien über

Der Guardian berichtete am 27. Februar, dass Beamte der Trump-Administration Schritte unternehmen, um das EPA-System zur Verhinderung chemischer Katastrophen abzubauen. Die angestrebten Regeln erfordern, dass gefährliche Einrichtungen neuere Präventionstechnologien einsetzen, zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen implementieren und den Ersatz gefährlicher Chemikalien durch sicherere Alternativen in Betracht ziehen.

Für die Ex i-Industrie ist dies von Bedeutung. Die Regeln des US-Risikomanagementprogramms (RMP) wirken sich direkt darauf aus, wie Chemiefabriken ihre Gefahrenbereichsabsicherungen entwerfen und aufrechterhalten. Eine Abschwächung dieser Anforderungen ändert nichts an der Physik – es ändert nur, wer die Konsequenzen trägt, wenn etwas schief geht.

Quelle: The Guardian, 27. Februar 2026

R. Stahl meldet schwaches Jahr 2025 und leitet Umstrukturierung ein

Die R. Stahl AG veröffentlichte vorläufige Ergebnisse für 2025, die ein herausforderndes Jahr zeigen. Der Konzernumsatz belief sich auf 313 Mio. Euro, der Auftragseingang ging auf 306,5 Mio. Euro zurück (gegenüber 327,6 Mio. Euro im Vorjahr). Das Unternehmen übertraf seine EBITDA-Prognose, führte dies jedoch eher auf „vorübergehende Effekte“ als auf eine zugrunde liegende Verbesserung zurück.

Noch aussagekräftiger: R. Stahl hat ein „Entwicklungsprogramm für die Zukunft“ ins Leben gerufen und ist aus dem Arbeitgeberverband ausgetreten, dessen Mitgliedschaft am 31. Juli 2026 endet. Übersetzung: Es steht eine Umstrukturierung an, die voraussichtlich einen Personalabbau und eine betriebliche Straffung umfassen wird. Der 150-jährige Explosionsschutzspezialist stellt sich auf einen Markt ein, in dem die Nachfrage nachgelassen hat und die Konkurrenz durch asiatische Hersteller zunimmt.

Quelle: TradingView / EQS, 24. Februar 2026

Explosion im Dow-Werk auf vergessene Arbeitsscheinwerfer zurückzuführen

Das CSB (Chemical Safety and Hazard Investigation Board) hat seinen Bericht über die Explosionen im Dow Chemical-Werk in Plaquemine, Louisiana, im Jahr 2023 veröffentlicht. Die Ursache: Tragbare Arbeitsscheinwerfer blieben fast zwei Monate lang in einer großen Verarbeitungstrommel. Als die Trommel wieder in Betrieb genommen wurde, stellten die nicht Ex-zertifizierten Leuchten die Zündquelle für eine Reihe von Explosionen dar.

Dies ist ein Lehrbuchbeispiel dafür, warum Inspektion und Wartung Verfahren existieren. Zertifizierte Ex e-Ausrüstung, ordnungsgemäß Zoneneinteilungund strenge Verfahren zur Kontrolle von Heißarbeiten/Geräten – es spielt keine Rolle, wenn jemand eine Arbeitsleuchte für Verbraucher in einem Schiff zurücklässt.

Quelle: WBRZ, 26. Februar 2026

OSHA zitiert US-Stahl wegen Explosion, die Arbeiter „entlarvt“ hat

OSHA erließ Anklage gegen US Steel nach einem Ventilbruch und einer Explosion in einem seiner Werke. Die Ermittler stellten fest, dass Sicherheitsmängel die Mitarbeiter Explosionsgefahren „aussetzten“ – eine Feststellung, die sowohl behördliche Strafen nach sich zieht als auch den Eindruck erweckt, dass es schlimmer hätte kommen können.

Quelle: Versicherungsjournal, 17. Februar 2026

Raffinerie Deer Park: Kennzeichnungsfehler hinter tödlicher H₂S-Freisetzung

Ein neuer Bericht über die tödliche Schwefelwasserstofffreisetzung im Jahr 2024 in der Deer Park-Raffinerie in der Nähe von Houston ergab, dass die Betreiber die Geräte nicht eindeutig gekennzeichnet und schriftliche Verfahren nicht befolgt haben. H₂S ist sowohl giftig als auch brennbar und fällt darunter Gasgruppe IIB mit einer Selbstentzündungstemperatur von 260°C ( T3).

Der Vorfall bestätigt ein Muster, das sich aus jahrzehntelangen Vorfallberichten ergibt: Die Ausrüstung und die Regeln waren vorhanden, aber die Verfahren wurden nicht befolgt.

Quelle: Houston Public Media, 23. Februar 2026

Explosion einer Produktionsanlage in Oregon

Bei einer mutmaßlichen Gasexplosion in einer Produktionsanlage in Canby, Oregon, wurde am 4. Februar eine Person verletzt und Metalltrümmer flogen herum, was zu einem Evakuierungsbefehl der Stufe 3 führte. Die Explosion war stark genug, um eine gefährliche Reaktion der Rettungsdienste des Clackamas County zu erfordern.

Quelle: KPTV Portland, 4. Februar 2026